Mein erster Think Tank
26. September 2008

Sitze müde im Zug. Draußen ist es dunkel. Ab und an ziehen am Horizont Laternen vorüber. Es war ein guter Tag. Ich war heute zum ersten Mal in meinem Leben in einem Think Tank. Über die Think Tanks in den USA hatte ich viel gelesen. Zusammentreffen von Wissen und Können, Menschen, die sich verbünden, um mit vereinten Kräften etwas zu erreichen. In der Wirklichkeit war es entspannter und freundlicher, als ich gedacht hätte.

Die Agentur Wertikale hat den Think Tank initiiert. Es waren Manager von E.ON, EnBW und der Deutschen Bahn dort, außerdem ein Theaterregisseur, eine Extremsportlerin vom "Iron Man", ein Theologe, ein Wissenschaftler und die Chefin einer Werbeagentur. Thema waren Markenführung und Diversity Management. Ich sollte den Managern etwas über den Umgang mit Wörtern beibringen. Wie vermittelt man innerhalb des Konzerns ein Unternehmensleitbild so, daß es die Mitarbeiter verstehen und es sie emotional berührt?

Es wurde viel diskutiert, und wir kamen im Austausch auf schöne Ideen. Leider darf ich vom Think Tank selbst zwar erzählen, aber nichts davon weitergeben, was dort inhaltlich gesagt wurde, ich habe extra gefragt. Ob eine Zusammenfassung gestattet ist? Sagen wir’s mal so, ich beneide die Manager nicht um ihren Job. Sympathische Menschen sind sie. Aus einem unerfindlichen Grund finden sie Freude daran, viel Arbeit zu stemmen.

In drei Wochen geht es weiter, in Berlin. Freue mich schon darauf! Jetzt wird erst einmal geschlafen.



Sir Walter Scott-Preis 2008 für Das Mysterium
22. September 2008

Das Mysterium wurde mit dem Sir Walter Scott-Preis 2008 als einer der drei besten historischen Romane der letzten zwei Jahre ausgezeichnet. Der Roman erhielt den bronzenen Lorbeer. Die beiden anderen ausgezeichneten Romane sind Der König von Albanien von Andreas Izquierdo (goldener Lorbeer) und Simplon von Wolfgang Mock (silberner Lorbeer). Die Autoren erhielten insgesamt 4.000 Euro in Silber- und Goldmünzen. Der Preis wird alle zwei Jahre vom Autorenkreis historischer Roman "Quo Vadis" verliehen. 2006 wurden Markus Orths, Rebecca Gablé und Peter Prange ausgezeichnet.



Das kleine Buch für Lebenskünstler
18. September 2008

Ein Höhepunkt im Autorenleben ist der Moment, wenn ein Manuskript fertiggestellt ist. Ich habe gerade den letzten Satz eines Buches geschrieben, das nächstes Jahr erscheint und den schönen Titel trägt: Das kleine Buch für Lebenskünstler. Nun habe ich mir alles noch einmal ausgedruckt – auch wenn es schon mehrfach korrekturgelesen ist –, lege mich auf das Sofa und lese den Text am Stück. Wenn ich die letzten Kleinigkeiten nachgebessert habe, maile ich das Manuskript an den Verlag, spätestens am Montag.

Damit ich das lange Wochenende gut durchstehe, habe ich heute frei gemacht. Beim ausgedehnten Spaziergang durch den Wald konnte ich mich wunderbar entspannen. Ebenso beim Lesen. Momentan lese ich Die Puppenspieler von Tanja Kinkel. Ich muß bei Bestsellern immer ein paar Jahre warten, damit ich nicht das Gefühl habe, von der begeisterten Masse beeinflußt zu sein, sondern mir einbilden kann, ganz von allein auf die Idee gekommen zu sein, das Buch zu lesen. Die Puppenspieler ist wirklich ein gelungener Roman. Das Warten hat sich gelohnt!

Ausgeruht am Abend die letzten Sätze für die Lebenskünstler zu schreiben, und mich dann damit auf das Sofa zu verziehen, macht den Tag perfekt.



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