Eichhörnchen und Steckdosen

Daß man in einem fremden Land ist, merkt man vor allem an Eichhörnchen und Steckdosen.
Als wir in den USA gelebt haben, war das Stromnetz mit unseren deutschen Geräten regelmäßig überfordert (in Deutschland haben wir 220 Volt, in den USA sind es 110). Damit die Sicherungen nicht rausflogen, mußte ich den Computer ausschalten, wenn meine Mutter sich die Haare fönen wollte.
Die Eichhörnchen waren grau und riesig. In Bayern sagt man ja Eichkatzerl (oder so ähnlich). Eichkatze wäre der passendere Name gewesen für die amerikanischen grauen Riesentiere.
Hier in der Schweiz sind die Eichhörnchen klein und dunkelbraun. Ich mag sie gern, diese Schokoladenratten mit buschigem Schwanz. Nur mit den Steckdosen verstehe ich mich nicht gut. Ich habe extra Adapter mitgenommen, aber sie passen in kaum eine Steckdose, weil die Steckdosen zu schmal sind. In der ganzen Hotelanlage habe ich Probleme, nur in meinem Zimmer nicht. Ausgerechnet neben dem Schreibtisch gibt es einen seltenen Steckdosentyp, in den mein Adapter paßt. Wie einen kleine Sachen glücklich machen können!
Und der See. Nils Sandmeier und Benjamin Koch waren so freundlich, ihn für mich und euch zu fotografieren. Danke, Jungs! Das Nachtbild ist von Benjamin, das Tageslichtbild von Nils.
Schön, in diesen See springen zu können, wenn einem der Kopf raucht. Vom Ufer schauen die Eichhörnchen zu.




