Prämiert als Hörbuch des Monats

"Tanz unter Sternen" ist vom Sankt Michaelsbund zum Hörbuch des Monats Februar gekürt worden. Zu den bisherigen Preisträgern zählen "Niemand stirbt für sich allein" von Hans Fallada, "Léon und Louise" von Alex Capus, "Nemesis" von Philip Roth und "Saphirblau" von Kerstin Gier. Der Sankt Michaelsbund ist der älteste Büchereiverband Bayerns und betreut mehr als 1.200 Bibliotheken. Ein schönes Interview mit Susanne Steufmehl von der Jury gab es heute im Münchner Kirchenradio, hier nachzuhören.
„Jesuitin“ im Taschenbuch

Die Taschenbuch-Ausgabe der „Jesuitin von Lissabon“ ist seit heute in den Buchhandlungen. Mein geschätzter Autorenkollege Wolf Serno schrieb darüber: „Ein authentischer Anlass und eine faszinierende Handlung. Jede Seite atmet Geschichte.“
Grandios!

Die besten Hörbücher werden im Magazin BÜCHER mit dem Prädikat „Grandios“ ausgezeichnet. Diese Ehre wurde in der Ausgabe 1/2012 „Tanz unter Sternen“ zuteil, was mich sehr freut. In das Urteil der Redaktion fließt alles mit ein: Inhalt, Sprecher, Verpackung. In der Begründung heißt es u.a.: „Titus Müller versteht es brillant, die Fäden und Figuren seiner Geschichte kunstvoll zu einem atmosphärischen Porträt der Zeit zu verweben.“ Danke, liebes BÜCHER-Redaktionsteam! :)
Platz acht

Abstimmen für den Leserpreis

„Tanz unter Sternen“ ist als einer der beliebtesten historischen Romane für den LovelyBooks-Leserpreis nominiert worden. Hat euch das Buch gefallen? Stimmt mit ab! Bis 27. November kann man seinen Favoriten wählen. Ich sage: Danke fürs Mitmachen. :)
„Lebenskünstler“ auf Polnisch

In Polen ist gerade eine Übersetzung des „Kleinen Buchs für Lebenskünstler“ erschienen. Obwohl gebunden und illustriert, kostet das Buch mit Lesebändchen und einem Umfang von 280 Seiten dort nur 6,65 Euro. Das hat mich schon bei der letzten polnischen Veröffentlichung („Vom Glück zu leben“) verblüfft.
Interview-Marathon

Morgen fliege ich nach Lissabon. Der portugiesische Verlag Casa das Letras hat einen wahren Interview-Marathon für mich organisiert. Ich werde zwei komplette Tage im Hotelzimmer verbringen und die Fragen von Zeitungsjournalisten, Radioreportern und Fernsehredakteuren beantworten. Ich bin gespannt darauf! Auf jeden Fall wird es ein gutes Training für mein Englisch.
„Die Jesuitin von Lissabon“ jetzt auf Portugiesisch

Im portugiesischen Verlag Casa das Letras (Verlagsgruppe Leya) ist letzte Woche „Die Jesuitin von Lissabon“ erschienen, übersetzt von Paulo Rêgo, der sonst Autoren wie Hermann Hesse, Stefan Zweig, Günter Grass und Hans Fallada ins Portugiesische überträgt. Die Buchhandlungen haben den Roman schon, und online gibt es ihn unter anderem bei Fnac.
Beitrag in der Süddeutschen Zeitung

Heute in der Süddeutschen Zeitung (Wochenendausgabe 8./9.10., S. 5 im Bereich „Wochenende“): Wie mich das Feedback der Leser beeinflusst, wie ich mit Kritik umgehe, und wann ich beim Schreiben am Glücklichsten bin. Peter Wagner hat eine tolle Seite zusammengestellt mit Beiträgen von Friedrich Ani, Ulrike Draesner, Andreas Steinhöfel, Peter Stamm, Hanns-Josef Ortheil, Michael Kumpfmüller, Astrid Rosenfeld und mir. Spannend auch für mich, was die anderen auf seine Fragen geantwortet haben.
Hörbuch erschienen

Das Hörbuch zu „Tanz unter Sternen“ ist erschienen. Günter Merlau liest den Roman grandios, lauscht mal der Hörprobe, da könnt ihr ihn sogar singen hören! Ich mag Hörbuchsprecher, die „aus sich rausgehen“. Zur Verfügung steht wieder eine ungekürzte Fassung auf 9 Audio-CDs und eine MP3-Fassung auf einer CD.
Gemeinsame Leserunde

Morgen startet eine Leserunde bei Büchereule.de zu „Tanz unter Sternen“. Jeder, der mitmachen will, ist herzlich willkommen. Ich werde dabei sein und Fragen beantworten, so gut ich kann. Hauptsächlich will ich natürlich dazulernen: Welche Figur kommt gut an, welche nicht? Wo ist es beim Lesen spannend, wo langweilig, welche Fragen stellen sich die Leser?
Trailer zum neuen Roman

In einem Trailer stelle ich „Tanz unter Sternen“ vor: Die Zeit um 1912, den historischen Hintergrund, und die drei wichtigsten Personen im Roman.
Schon seit Jahren wollte ich über die Titanic schreiben, den damals weltgrößten Dampfer. So unterschiedlich waren die Menschen an Bord des Schiffs, und so verschieden reagierten sie auf die Katastrophe. Auch, dass sich damals bereits der Erste Weltkrieg anbahnte, und dass einflussreiche Männer gar darauf hinarbeiteten, erzähle ich im Roman. Hier kann man sich den Trailer ansehen. Das Buch erscheint in drei Wochen.
Just Married

Es gibt etwas, das ist noch schöner als Bücherschreiben. Lena und ich haben geheiratet!
„Die Todgeweihte“ bei ALDI

Bereits seit Donnerstag gibt es „Die Todgeweihte“ in einer Sonderausgabe bei ALDI Nord.
Neuer Roman im August

Am 29. August erscheint mein neuer Roman "Tanz unter Sternen". Ich habe mich einer ungewöhnlichen Epoche zugewendet – sehr spannend für mich und ein Vergnügen! Damals, Anfang des 20. Jahrhunderts, putzten noch längst nicht alle in Deutschland die Zähne. In Berlin existierten Gaslicht und elektrisches Licht nebeneinanderher. Es war die Zeit der Rohrpostämter, der Dampflokomotiven und der Zeppeline. Ich erzähle in "Tanz unter Sternen" von einer kriselnden Ehe, von Spionage und tiefer Freundschaft.
„Das Mysterium“ in den Niederlanden

In den Niederlanden ist „Das Mysterium“ erschienen. Freue mich, dass sich der Roman auch in unserem Nachbarland ein Lesepublikum erobert! In ein paar Monaten folgt dort „Die Jesuitin von Lissabon“, ebenfalls im Verlag de Fontein, der unter anderen Sebastian Fitzek, Michael Ende und Christoph Marzi veröffentlicht.
Gespräch mit einem Massai

Der Massai Ole Ronkei war erst Hirtennomade in der Steppe, dann Professor in den USA und Berater der Weltbank. Heute lebt er wieder in Kenia und organisiert Kinderpatenschaften. Ich frage ihn in dieser Folge von "Auserlesen", warum er es als Strafe empfunden hat, zur Schule gehen zu müssen, was ein Massai über "Die weiße Massai" von Corinne Hofmann denkt, und was wir Deutschen von den Massai lernen können.
Er heißt Chilli

Habe heute mitbekommen: Der Hund auf meinem "Kleinen Buch vom Alltagsglück" heißt Chilli und ist ein richtiger Werbestar! Hier könnt ihr weitere Bilder von ihm sehen, auf Messen, in Kalendern – und im richtigen Leben. Chilli hat sogar ein eigenes Weblog.
Juchhu, Platz 3
Unter die 2.500 Titel in der Vorauswahl gebracht zu werden und am Ende auf Platz 3 beim historischen Roman – ich bin begeistert. Danke an euch fürs Abstimmen! Schaut mal, wie toll das aussieht.

Leserpreis für die besten Bücher 2010
Bei Lovelybooks wird über die besten historischen Romane des Jahres abgestimmt. "Die Jesuitin von Lissabon" ist bereits unter die ersten 35 gekommen. Wenn wir wollt, dass noch mehr Leser den Roman entdecken, gebt eure Stimme ab. Ich danke euch! (Die Wahl endet am 10. Dezember.)
NDR Quergelesen

Die Dreharbeiten dauerten einen ganzen Tag, die fertige Sendung umfasst sechs Minuten. Aber ich finde, es hat sich mehr als gelohnt. Ein Riesendankeschön ans freundliche NDR-Team um Katrin Heineking!
Wer sehen will, wie ich auf einer Fuchsstute auf die Kamera zu galoppiere, wer einige Szenen aus der "Jesuitin von Lissabon" nachgespielt sehen möchte (u.a. mit Hilfe des NDR-Pyrotechnikers) – der folgende Link ist ein paar Tage aktiv und führt zum Quergelesen-Beitrag.
Hörbuch ausgezeichnet

Das Hörbuch zur Jesuitin von Lissabon hat das Prädikat "Hörenswert" erhalten. Die Auszeichnung wird von "Der Hörspiegel" an Hörbücher verliehen, die zu den "Besten unter den Besten" zählen, so die Redaktion. Sie beschreibt ihr Prädikat weiter: "Diese Produktion ist ein MUSS für alle, die ausgezeichnete Unterhaltung zu schätzen wissen."
Redakteur Michael Brinkschulte benotet mit 9,8 von 10 Punkten und schreibt: "Titus Müller hat sich mit seinem Roman von realen Figuren inspirieren lassen und verknüpft geschickt historische Realität und Fiktion. Mit viel Emotion fesselt Titus Müller den Hörer bis zum Ende, wobei der Vortrag von Tobias Dutschke für dieses Hörbuch wie ein Verstärker wirkt. Ein historischer Roman in Bestform!"
Der Kalligraph des Bischofs ...

... hat in der 4. Auflage ein neues Cover bekommen. Es gefällt mir sehr! Falls ihr meinen Erstlingsroman noch nicht kennt – er liegt jetzt wieder in den Buchhandlungen. Der Kalligraph des Bischofs erzählt vom ungewöhnlichsten Bischof, der mir bei meinen Recherchen je begegnet ist, und einem Dieb, der zum Schönschreiber ausgebildet wird. Eine Lovestory gibt's natürlich auch, der Dieb liebt die blinde Stilla ...
Das kleine Buch vom Alltagsglück

Neu erschienen: Vor welchen Ungeheuern ich als Kind Angst hatte, über Spatzenschwärme und den Herbst, über Respekt vor Wörtern und darüber, wie ich meinen Eltern Geld geklaut habe, über die Schönheit der Schneeflocken, über Vertrauen, knarrende Kiefern und die Ewigkeit im Herzen. Das kleine Buch vom Alltagsglück bestellen.
Fotoshooting mit Schnecken

Auf dem Weg zum Fotoshooting habe ich heute drei Schnecken "eingefangen" von einem unbewohnten Grundstück in meiner Straße (manchmal kauere ich dort am Gartenzaun und beobachte sie). Habe sie in eine Dose getan mit feuchtem Moos und Löwenzahnblättern. Das war nicht mit der Fotografin abgesprochen, dass ich Schnecken mitbringe, eine schöne Überraschung! Es sind tolle Bilder geworden, die Schnecken haben mitgespielt. Sandra Weniger und ich haben hinterher beim Anschauen der Bilder gelacht, als ich bei einem Foto sagte: Da guckt die Schnecke nicht richtig.
Vier Stunden Shooting, 500 Bilder, auch andere lustige: Mit Buchstabennundeln auf der Zunge, barfuß vorm Spiegel, oder auf die wuchtigen Bücher gestützt, die sonst meinen Bildschirm tragen ...
Ende August werden sie auf der Website erscheinen. Ich sage hier Bescheid!
Dankeschön

Was war das? Irre viele von euch waren gerade bei der Livestream-Lesung dabei. Und ihr habt mich mit netten Fragen förmlich umgehauen! :) Twitter gibt stündlich die Top-Themen bekannt. Heute 20:00 Uhr waren wir auf Platz 1, vor iPhone, BP und RTL, weil ihr so wild getwittert habt. Ha! DANKE!

Wer die Lesung verpasst hat, kann sie sich jederzeit bequem auf den Bildschirm holen, ohne Anmeldung, ohne irgendwas zu installieren: Hier bei LovelyBooks.
Livestream-Lesung am 19. Juli
Ich werde oft gefragt: Wann kommst du mal für eine Lesung in meine Stadt? Am Montag (19.07., 19:00 Uhr) lese ich bei jedem, der will, im Wohnzimmer. LovelyBooks hat mich zu einer Livestream-Lesung aus der Jesuitin eingeladen. Ich werde ca. 30 Minuten plaudern und lesen, und ihr könnt Fragen stellen via Facebook oder Twitter, die ich in die Kamera beantworte. Keine Scheu, macht mit! Ich freue mich auf euch.
Zum Stream (nach dem Event wird die Lesung weiter abrufbar bleiben).
Fünfte Auflage

Glückliche Momente im Autorenleben: Der Postbote brachte heute unerwartet ein Päckchen mit der 5. Auflage meines Romans "Die Todgeweihte". Das Buch läuft und läuft und läuft. Was kann man sich besseres wünschen?
Telefoninterview

Ein Telefoninterview mit "hear a story" über Liebesgedichte, Schreibrituale und die "Jesuitin von Lissabon". An die Hintergrundmusik muss man sich erst gewöhnen, aber davon abgesehen ist es ein launiges Gespräch geworden.
Küstenlinien, Straßen und Gebirge

Ein Nachtfalter hat sich in mein Zimmer verirrt. Ein häßliches, dunkles Flattervieh. Ich sehe es mir an, die kleinen Augen, die Fühler, die braunen, gemusterten Flügel. Es ist ein Eulenfalter, eine Gammaeule. Das Tierchen sieht dumm aus.
Ich fange es mühelos mit einem Glas ein, öffne das Fenster und lasse es frei. Das Tier flattert zu einem Busch und versteckt sich.
Neugierig geworden, lese ich nach – und bin verblüfft. Eulenfalter sind keineswegs dumm! Mein Tierchen merkt sich Küstenlinien, Straßen und Gebirge, und reist hunderte Kilometer, sogar über die Alpen. Wenn der Wind es von seinem Weg abbringt, gleicht es das aus, indem es sich am Stand der Sonne orientiert, bis wieder bekannte Gebiete in Sicht kommen.
Unterschätze niemals ein kleines Tier.
Maschinen kotzen Öl und Staub und Rauch

Lest ihr Gedichte? Nein? Ihr verpasst etwas. Mein Lieblingsdichter und Freund Andreas Noga hat einen neuen Lyrikband veröffentlicht, Lücken im Lärm. (Andreas ist das auf dem Bild.) Hier zwei Kostproben:
rost im mund
vor dem fenster wird dem morgen
die haut abgezogen
maschinen reißen röhren rotzen
kreischen knirschen kotzen
öl und staub und rauch
alle eisenteile sind wach
ich (hatte geschlafen)
bin es jetzt auch
schneedecke
mit dem rolladengurt belichten wir
das fenster sehen hinaus:
der gefallene schnee ist auferstanden
in ruinen im laublosen brüchigen garten
der mit schlafmützen auf zweigen
den morgen abfedert
wir bleiben im haus halten uns hin
unter der weißen decke
verborgen wie gras
über die weiche straße (fast zärtlich)
tasten schüchtern
die vehikel
Lücken im Lärm kann direkt beim kleinen Verlag Silver Horse Edition bestellt werden und kostet bescheidene 6,80 Euro. Die Gedichte werden euch gut tun!
Mein Leben wird reicher durch das Schreiben
Um das Schreiben, den Buchmarkt und die Zukunft im Internet geht es im Doppel-Interview, das André Hille von der Textmanufaktur mit Kathrin Lange und mir führte.
Eine Handvoll Federn

Ich liebe es, wie die Vögel jeden Morgen vor meinem Fenster pfeifen, das war im Winter nicht so. Die kleinen geflügelten Sänger sind so schmächtig, kaum eine Handvoll Federn und Knochen und ein dünner Körper, aber sie singen mit Kraft, ohne Hemmungen, mutig in den Tag.
Gestern und heute habe ich die Druckfahnen für Das kleine Buch vom Alltagsglück durchgesehen und sie soeben weggeschickt. Das Buch enthält viel Persönliches – aber das finde ich gut. Lese selbst auch gern Bücher, in denen der Autor Bezug auf seinen Alltag nimmt. (Zuletzt das hervorragende A Million Miles in a Thousand Years von Donald Miller.)
Das kleine Buch vom Alltagsglück erscheint im August. Zum Vorfreuen schon mal das Cover.

Zeugnisnoten

Vor 110 Jahren gab es im Zeugnis Noten für:
Reinlichkeit
Ordnungsliebe
Aufrichtigkeit
Gehorsam
Verträglichkeit
Aufmerksamkeit
Denken
Sprechen
Schulbesuch
Hausfleiß
Kenntnisse
Und Schläge mit dem Rohrstock, wenn man nicht brav war.
Ob sich in nochmal 110 Jahren das Zeugnis und der Schulunterricht genauso verwandeln?
Die Brillenmacherin bei ALDI

Ab 27. Mai gibt es Die Brillenmacherin bei ALDI Nord als Sonderausgabe für 3,99 Euro. Im Juli folgen ALDI Suisse und Hofer in Österreich.
Alte Preisliste

Ich sammle Informationen für den neuen Roman mit dem Arbeitstitel EISMEER. Seit Jahren will ich diese Geschichte erzählen. Freue mich jetzt darauf. 1908 waren die Preise:
Brot – 50 Pfennig
Tramfahrt – 10 Pfennig
½ kg Rindfleisch – 75 Pfennig
½ kg Zwiebeln – 8 Pfennig
1 Liter Milch – 20 Pfennig
Streichhölzer – 10 Pfennig
250 g Butter – 60 Pfennig
2 Heringe – 12 Pfennig
1 kg Äpfel – 24 Pfennig
1 Flasche Essig – 8 Pfennig
1 Schwamm – 30 Pfennig
Das gefällt mir, wenn es so konkret wird. Hat jemand von euch Fahrpläne der elektrischen Straßenbahnen von Berlin um 1910?
Übrigens, während es hier still war, habe ich rund 80 mal etwas bei Facebook geschrieben. Schaut gerne dort vorbei, man muss nicht Mitglied sein, um mitzulesen.
Zwei Radiointerviews
Ich bin auf der Leipziger Buchmesse und habe gerade zwei Radiointerviews zur Jesuitin von Lissabon gegeben. Das eine wird auf NDR Kultur im "Journal extra" heute abend 19:00 Uhr gesendet, das andere auf Antenne Brandenburg nächste Woche Donnerstag in der "Kultur-Szene", also am 25.03., 21:00 Uhr.
Historische Romane schreiben
Wer historische Romane liest, will in eine Geschichte eintauchen. Er möchte die vergangene Welt mit allen Sinnen spüren und erleben. Wie werden Figuren lebendig? Wie lässt sich eine Szene so gestalten, dass sie wirklich vor Augen steht? Das erklären Kathrin Lange und ich in einem Seminar in der Textmanufaktur. Von der Recherche über den Szenenaufbau, die Dialoge bis zum sinnlichen Erzählen und der Feinarbeit umfasst unser Seminar alles, was das "Fleisch" eines historischen Romans ausmacht. Schreibt ihr? Meldet euch an, es sind noch Plätze frei. Die ZEIT schrieb: "Die Textmanufaktur ist ein kleines Wunder." Erleben wir’s gemeinsam!
Die Jesuitin von Lissabon

Frisch in den Buchhandlungen eingetroffen: Mein neuer Roman Die Jesuitin von Lissabon. Worum es geht? Antero Moreira de Mendonça hasst die Jesuiten. Als ein Erdbeben von biblischer Wucht Lissabon 1755 zerstört und die Jesuiten den Zorn Gottes predigen, sieht der junge Naturwissenschaftler die Gelegenheit gekommen, sich am Orden zu rächen. Doch Gabriel Malagrida, der als Prophet verehrte Jesuitenführer, ist ihm ein machtvoller Gegner. Mit Hilfe der deutschen Kaufmannstochter Leonor gelingt es Antero, dem Kerker und der Hinrichtung zu entgehen. Was Antero nicht weiß: Leonor gehört zur Gefolgschaft der Jesuiten. Für wen schlägt Leonors Herz – für Antero oder ihre grausamen Glaubensbrüder?
Buchtrailer zur Jesuitin

Bei Youtube gibt es jetzt einen Trailer zur Jesuitin von Lissabon, gestaltet vom Aufbau-Verlag. Mich begeistern vor allem die Staubflocken vor der Linse, sie geben dem Film Kinoflair, finde ich. Hier geht’s zum Trailer.
Außerdem hat Aufbau eine Themenseite zum Roman eingerichtet, mit Interview, historischen Hintergründen und einer Leseprobe. In einer Woche kommt das Buch in die Läden. Bin schon richtig aufgeregt ...
Erstes Buch in Polnisch

Vom Glück zu leben ist gerade in Polen erschienen, übersetzt von Marta Majorczyk. Der polnische Verlag hat jeden der Texte aufwendig illustriert, so kommt es, dass das Buch in Deutschland 160, in Polen 250 Seiten hat. Trotzdem kostet Mały poradnik szczęśliwego życia umgerechnet nur 6,50 Euro, als gebundenes Buch mit fliederfarbenem Lesebändchen. Bin beeindruckt!
Plötzlich sind alle auf Facebook. Dem Sog kann ich mich nicht entziehen. Habe zuerst eine persönliche Seite eingerichtet, nachdem aber immer häufiger auch Leser meiner Bücher geschrieben haben, ob sie nicht Facebook-Freund werden können, habe ich eine Fanseite gestartet. Dort werde ich künftig kleine Zwischenmeldungen bringen, Anekdoten aus dem Autorenalltag, Wichtiges und Unwichtiges, wozu eben Facebook einen verführt.
Dieses Journal führe ich weiter und melde mich alle zwei bis drei Wochen mit längeren Einträgen. Zur Facebook-Fanseite.
Heute habe ich mehrere Stunden damit zugebracht, die Texte für ein neues Lebenskünstler-Buch beim Brunnen Verlag in die richtige Reihenfolge zu bringen. Ich schreibe sie, wie sie mir eben einfallen, über zwei Jahre verteilt. Im Buch sollen sie harmonieren und abwechslungsreich aufgereiht sein. Morgen lese ich das komplette Manuskript, mal sehen, ob die Aufstellung mir gefällt.
Heiß Duschen

Heute fiel mir im Bett, gleich nach dem Aufwachen, eine Geschichte ein. Wie einen Film sah ich sie vor mir. In solchen Momenten darf ich keine Zeit verlieren, indem ich mich erst anziehe, die Zähne putze und frühstücke – bis dahin wäre die Geschichte nur noch ein verschwommener Nebel. Also habe ich mich im Pyjama an den Computer gesetzt und geschrieben. Die Geschichte war gerettet.
Als ich mit dem Niederschreiben fertig war, fror ich.
Ich gehe heute abend Volleyballspielen, eigentlich hatte ich vor, erst nach dem Sport zu duschen. Aber ich brauchte Wärme. Also habe ich mich unter die Dusche gestellt. Es hat sich wunderbar angefühlt, wie das heiße Wasser über meinen Körper spülte und mich langsam aufwärmte.
Dieses ungeplante Duschen macht mir wieder einmal bewusst, welchen Luxus ich genieße. Ich kann so oft heiß duschen, wie ich möchte, ohne fürchten zu müssen, dass das Geld dann nicht mehr für Miete oder Essen reicht.
Ein Bad in 180 Liter Wasser kostet 25 Cent für das Wasser und 4,50 Euro für Strom oder Gas. Einmal zu baden kostet also 4,75 Euro. Zehn Minuten zu duschen kostet 1,50 Euro. Denkt ihr darüber nach? Ist euch bewusst, dass ihr euch das unbesorgt leisten könnt?
Jetzt fühle ich mich sauber und warm, und meine Haut ist erfrischt. Außerdem habe ich einen neuen Pullover angezogen, anthrazitfarben, ich habe ihn heute zum ersten Mal an. Ich bin glücklich! Der Tag kann beginnen.
Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben

Wie ich meine erste Kurzgeschichte verkauft habe, auf der Toilette der Literaturwerkstatt Berlin meinen ersten Buchvertrag angeboten bekam und was ich bei der Arbeit an sieben Romanen gelernt habe – sozusagen die Essenz meiner Schreiberfahrungen –, das erzähle ich im neuen Buch Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben. Es geht um Figuren, Selbstmotivation, Spannung, um Fallen, in die ich getappt bin, und meine persönliche Herangehensweise an einen neuen Roman. Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben gehört zu einer neuen Reihe von Büchern für Autoren, herausgegeben von der Textmanufaktur Leipzig, in Leinen gebunden und mit Lesebändchen für 14,90 Euro. Hier gibt es die ersten 20 Seiten als kostenlose Leseprobe. Wer das Buch sofort haben möchte, kann es für 9,90 Euro als E-Book herunterladen.
Guido Dieckmann bei Auserlesen

Der Film läuft noch in einigen Kinos. Guido Dieckmann, Autor von zehn historischen Romanen, hat das Buch zum Film "Albert Schweitzer" geschrieben, und beantwortet mir die folgenden Fragen: Wie es ist, ein Buch zum Film zu schreiben? Warum schmiss Albert Schweitzer mit 30 Jahren alles hin, studierte noch einmal Medizin und ging nach Gabun in Zentralafrika, um als Arzt die Bevölkerung zu versorgen? Warum brachte seine Freundschaft mit Albert Einstein ihn in Gefahr? Hier könnt ihr unser Gespräch sehen, und einen Auszug aus dem Film.
Im Studio

Die Jesuitin von Lissabon erscheint im März auch als ungekürztes Hörbuch. Deshalb war ich heute im Studio scenario und wir haben das Interview aufgenommen, das im Roman abgedruckt ist. Mir fiel erst in der U-Bahn auf, dass ich das ja niemals so ablesen könnte – ein abgelesenes Interview hört sich doch bescheuert an. Also habe ich rasch auf den Zetteln umformuliert, und dann vor dem Mikro improvisiert. Ich glaube, es ist gut geworden. Alexander Catarinelli hat mir wunderbar dabei geholfen, entspannt zu antworten, indem er zwischendrin kommentiert hat, was ich gesagt habe (seine Kommentare werden nicht auf dem Hörbuch zu hören sein). Überhaupt ist es ein sehr sympathisches Team im Studio.
Den Rest des Tages habe ich die Druckfahnen der Jesuitin korrekturgelesen, ich schaffe jeden Tag rund 100 Seiten. Gut, dass die eigentlichen Aufnahmen für das Hörbuch erst in zwei Wochen beginnen – so kann ich dem Studio tonus arcus, in dem Tobias Dutschke den Roman einlesen wird, noch rechtzeitig eine neue Fassung des Manuskripts zukommen lassen.
Ist die Jesuitin abgeschlossen, geht es für mich gleich mit der nächsten Druckfahne weiter: Im Februar erscheint beim Textmanufaktur Verlag mein Buch Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben. Dazu erzähle ich euch später einmal mehr. Wer es gar nicht aushält und schon eine Leseprobe haben will: Die ersten zwanzig Seiten gibt es hier als PDF.
Neues Cover
Heute habe ich das erste Interview zur Jesuitin von Lissabon gegeben, und zwar für die Zeitschrift kontinente, die von rund 30 katholischen Orden herausgegeben wird. Ich hatte mir Sorgen gemacht, weil die Jesuiten in meinem Roman nicht besonders gut wegkommen, aber es war ein vergnügliches und sehr angenehmes Gespräch mit Chefredakteurin Hildegard Mathies. Sie hat offen gefragt, ich habe offen geantwortet, und wir haben uns blendend verstanden. Ich konnte im Interview auch sagen, was ich an den Jesuiten gut finde.
Die Fotos hat Gabor Geissler gemacht. Er hat schon am Vortag Cafés ausgekundschaftet, weil das Licht stimmen musste und keine Weihnachtsdekoration zu sehen sein durfte (die Zeitschrift erscheint im März). Er führte uns heute in ein helles Café mit Glaswänden. Für weitere Fotos sind wir an einen See gefahren, und ich habe Gänse gefüttert – die hätten mir bald die Hand abgebissen –, und anschließend fuhren wir zum Hauptbahnhof, wo sich Gabor einen Stuhl von einem Café geklaut hat und einen Mann von einer Bank verscheuchte, damit ich mich mit Gabors Notebook hinsetzen und so tun konnte, als würde ich schreiben.
Das Cover des Romans steht inzwischen auch. Im ersten Entwurf sollte es so aussehen:
Das hat den Vertretern aber nicht gefallen, die für den Verlag in die Buchhandlungen reisen, und so wurde ein anderes Cover entworfen. Die Jesuitin wurde zu Die Jesuitin von Lissabon und liegt ab März in dieser Optik in den Buchläden:
Noch eine kleine Anekdote vom Korrekturlesen: Konnte die Schrift meines Lektors nicht richtig lesen, und las zuerst, “eine Horde Schafe”. Ich musste so darüber lachen! Natürlich meinte er “eine Herde Schafe”, aber “eine Horde Schafe” wäre doch mal etwas Neues, kleine randalierende Schafe.
Ich wünsche allen Journal-Lesern ein friedliches, gesegnetes Weihnachtsfest!
Stille Texte

Im Roman Nachtflug, den ich gerade lese, erzählt Antoine de Saint-Exupéry: "Die Stille der Büros tat ihm wohl. Er durchschritt sie langsam, eines nach dem andern, und sein Schritt hallte einsam wider. Die Schreibmaschinen schliefen unter ihren Hauben." Diesen letzten Satz liebe ich. Ich verliebe mich in letzter Zeit häufiger in stille Texte, wie zum Beispiel den Roman Die Lieder des Mr. Blake von Tracy Chevalier (im Taschenbuch heißt er Das Mädchen mit den funkelnden Augen). Meine Leseempfehlung!
Lesung verpasst?
Hier könnt ihr sie hören: Im Podcast meines – sehr sympathischen – Kollegen André Wiesler gibt es 22 Minuten Mitschnitt meiner Lesung aus Das Mysterium im Rahmen der Langen Lesenacht des Montségur-Autorenforums in Oberursel. Auch die anderen Podcast-Sendungen sind spannend. Da lesen zum Beispiel Sebastian Fitzek, Bernhard Hennen oder Christoph Hardebusch. Zur Podcast-Übersicht.
Übersetzerin ins Polnische

Habe mich heute mit einer Lektorin im Café getroffen und über das Jugendbuch gesprochen (ich nenne es künftig einfach DIE TIEFE). Schön, dass auch das zu meinem Beruf gehört: In einem Café zu sitzen, einen spannenden neuen Menschen kennenzulernen, und über die Branche und Bücher und Formulierungen zu plaudern. Es war ein Vergnügen!
Dann folgte ein Mailwechsel mit der Übersetzerin Marta Alicja Majorczyk, die gerade Vom Glück zu leben ins Polnische überträgt. Das Buch soll nächstes Jahr erscheinen, und Frau Majorczyk ist eine genaue Leserin – das hat mich beeindruckt. Zum Beispiel ist ihr ein peinlicher Fehler aufgefallen, der mir beim Zitieren untergelaufen ist. Ich habe einen Satz aus "Herr und Hund" von Thomas Mann gebracht, und fälschlicherweise angegeben, er sei aus "Katz und Maus" von Günter Grass. Hatte bisher niemand gemerkt. Jetzt will ich es unbedingt für die nächste Auflage korrigieren.
Das Polnische hat Komplexität. Für ein Zitat aus "Franziska Linkerhand" musste die Übersetzerin wissen, ob Franziska die Sätze zu einer Frau sagt oder zu einem Mann. Bei uns ergibt das ja keinen Unterschied. (Oder doch?)





