• Berlin Feuerland
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  • Der den Sturm stillt
  • 160 Seiten, 12,99 Euro.
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„Berlin Feuerland“ in der Abendschau
22. März 2015

Heute abend lief ein wunderbarer Fernsehbeitrag zu „Berlin Feuerland“ mit nachgespielten Szenen in der „Abendschau“. Ich stehe nicht nur an den Schauplätzen und erzähle etwas zur Handlung des Romans und den Recherchen – nein, man sieht den Bau der Barrikaden, es krachen Schüsse, die verzweifelten Bürger diskutieren. Beim Zuschauen habe ich das Gefühl, in die Zeit meines Romans zu reisen. Fabelhaft! Zum Beitrag in der Mediathek

Es ist nicht selbstverständlich, dass für einen Roman ein derart aufwändiger Nachrichtenbeitrag erstellt und gesendet wird. Herzlichen Dank an Jochen Kienbaum und seinem Team!



Felix Amadeus
18. März 2015

Viel wichtiger als alle Buchmessen, Lesungen und Romane: Unser Sohn Jona hat ein kleines Brüderchen bekommen.

Willkommen auf der Welt, Felix Amadeus!



Revolution in Berlin
03. März 2015

Ich habe achtzehn Jahre in Berlin gelebt, lange in der Schlossstraße, wenige Meter vom Schloss Charlottenburg entfernt. Hier feierte Friedrich Wilhelm IV. gern Weihnachten, in diesen noblen Zimmern, an denen ich jeden Tag auf dem Schulweg mit dem Fahrrad vorbeifuhr.

Niemand glaubte damals, 1848, dass die Berliner einen Aufstand wagen könnten – bis auf Julius von Minutoli, den Berliner Polizeipräsidenten. Er hatte seine Spitzel im Volk, er ahnte, was kommen würde. Wieder und wieder warnte er den König. Die Massenarmut der Schuster, Tischler, Fransenknüpferinnen und Kattundrucker, die durch neue dampfgetriebene Maschinen arbeitslos geworden waren, füllte das Fass bis zum Rand mit explosivem Pulver. Die Wirtschaftslage war schlecht, selbst Borsig, der gefeierte Lokomotivenbauer, musste Hunderte Arbeiter entlassen. Hinzu kamen die strenge Pressezensur und die politische Unfreiheit. Aber noch am 18. März, nur eine Stunde vor den ersten Schüssen, wiegelte der König mit den Worten ab: „Lieber Minutoli, Sie sehen immer zu schwarz!“

Ich musste ihn zur Romanfigur machen, diesen Minutoli, dem man später vorwarf, gemeinsame Sache mit den Aufrührern gemacht zu haben. An einem einzigen Nachmittag errichteten die Berliner vierzig Barrikaden in den Straßen. Das Militär kämpfte die ganze Nacht und nahm eine nach der anderen ein, manche schoss es mit Kanonen zusammen. Berliner Soldat kämpfte gegen Berliner Bürger, Nachbar gegen Nachbar. Wie viele Geschichten wohnen in den alten Hinterhöfen, nisten in den Zweigen der Linden und haften den Gehwegplatten an (die Aufständischen haben die Gehwegplatten auf die Dächer hochgehievt und von dort hinuntergeworfen, als die Soldaten kamen).

Wie schaffte man es bei Hofe, den alten und weisen General von Pfuel auszumanövrieren, der das brachiale Niederschlagen des Aufstands zu verhindern suchte? Wie ging es weiter für die armen Schlucker und wie für die oberen Schichten? Selten hat mich ein Romanthema so gefesselt wie dieses. „Berlin Feuerland“ ist da, diese Woche kommt es in die Buchhandlungen! Zur Leseprobe



Geschichten der Bibel, lebendig wie ein Roman
27. Februar 2015

Habt ihr schon mal versucht, die Bibel zu lesen (oder lest sogar öfter darin)? Ich scheitere mitunter daran, dass ich das Gefühl habe: Das kenne ich schon. Ich habe die Geschichten als Kind vielfach gehört, habe sie als Jugendlicher selbst gelesen, habe sie im Kino gesehen, mit Freunden diskutiert, und irgendwann fing ich an, sie als alltäglich zu empfinden, man sagt auch: als „kalten Kaffee“. Erst bei dem Versuch, sie neu aufzuschreiben, für den ich die Hintergründe recherchiert habe und mich – die Bibel ist da oft recht knapp – in die Emotionen der Beteiligten hineindachte, wurde mir die Brisanz der Dinge wieder klar, die Jesus vor zweitausend Jahren gesagt und getan hat. Was hat es beispielsweise für einen römischen Hauptmann bedeutet, das Legionslager zu verlassen, zu Jesus zu gehen und ihn zu bitten, seinen Diener zu heilen? Oder wie kam es bei der Volksmenge an, dass Jesus einen Zöllner am Zollhaus ansprach, einen Kollaborateur der verhassten Besatzungsmacht, und ihn einlud, sein Jünger zu werden? In „Der den Sturm stillt“ erzähle ich diese und andere Szenen, so, als wären wir mitten dabei. Zur Leseprobe



Trailer zu „Berlin Feuerland“
03. Februar 2015

Am 2. März erscheint „Berlin Feuerland“. Auf wenige Tage verdichtet, stellt der Roman eine der seltenen Revolutionen in Deutschland dar, die nicht völlig scheiterten: den Märzaufstand 1848. Wie erlebt ihn eine junge, selbstbewusste Frau, die als Bürgerliche im Schloss lebt, einen adligen Verehrer und doch ein Herz für die Armen hat, die beispielsweise im Industrieviertel Feuerland schuften und darben? Ist sie dazu bereit, den Premierleutnant fallen zu lassen und sich in ein Abenteuer mit dem jungen Hannes zu stürzen? Für ihre Eltern, rechtschaffene Bürger durch und durch, kommen eigentlich beide Männer nicht in Frage.

Eine Kurzfassung des Trailers läuft im März in Berliner Programmkinos.

Einige Figuren im Roman haben einen historischen Hintergrund. Den Polizeipräsidenten von Berlin, Julius von Minutoli, und den General Pfuehl stürzt die Revolution in Gewissensnot. Sie sind der Ordnung und dem preußischen König verpflichtet, aber beide sind auch Anhänger der neuen Ideen: Demokratie, Presse- und Versammlungsfreiheit. Beide sind gebildet – Pfuehl hat früher mit Kleist über Literatur debattiert, Minutoli ist ein begnadeter Zeichner. Können sie sich gegen die Revolutionäre im Umfeld von Friedrich Wilhelm IV., vor allem gegen dessen waffenlüsternen Bruder (der später, in Bismarcks Zeit, Kaiser Wilhelm I. wurde) durchsetzen? Können sie dazu beitragen, dass sich bei den Rebellen die Gewalt verschmähenden Kräfte (wie Hannes) gegenüber den allzu gewaltbereiten (wie seinem Freund Kutte) behaupten?



weitere Neuigkeiten

Nächste Lesung

Moers, 24. März 2015

19:30 Uhr, Barbara Buchhandlung, Burgstr. 3, 47441 Moers.

Lesung aus Berlin Feuerland.

 

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